



Den Bundesbürgern stehen in Deutschland drei Wege der Altersvorsorge zur Verfügung: die gesetzliche Rente, die Betriebsrente und die private Vorsorge. Die private Altersvorsorge in Deutschland ist wiederum auf verschiedene Arten möglich, die sich auch nach dem jeweiligen Geldbeutel richten. Am weitesten verbreitet sind kapitalbildende Lebensversicherungen, gefolgt von Banken- und Investmentfondssparplänen. Eine weitere Möglichkeit für die Altersvorsorge in Deutschland bietet der Kauf oder Bau von Wohneigentum. Bei Selbstnutzung kann der Eigentümer im Rentenalter die Miete sparen und hat die Rente damit fast in der kompletten Höhe zur Verfügung. Bei Vermietung von Wohneigentum stellen die Mieteinnahmen ein zusätzliches Einkommen zur Rente dar.
Voraussetzung, um die eingesparte Miete zur Altersvorsorge nutzen zu können, ist eine schuldenfreie Immobilie. In der Regel läuft eine Immobilienfinanzierung über 25 bzw. 30 Jahre. Wenn früh mit dem Immobilienerwerb begonnen wird, ist der Kredit rechtzeitig zum Rentenbeginn abbezahlt. Seit einigen Jahren unterstützt der Staat den Erwerb von Wohneigentum nicht mehr so großzügig mit finanziellen Mitteln. Gerade junge Familien konnten von der Eigenheimzulage profitieren. Angesichts niedriger Zinsen und niedriger Baupreise lohnt sich eine selbstgenutzte Immobilie aber auch weiterhin. Immerhin liegen die heutigen Bauzinsen immer noch fast um die Hälfte unter den Konditionen, die vor 15 Jahren für einen Baukredit bezahlt werden mussten.
Die Altersvorsorge in Deutschland ist also aus ein Mix aus verschiedenen Einnahmequellen, die mit Renteneintritt zur Verfügung stehen. Immobilien haben den Vorteil, dass sie als einzige Möglichkeit bereits vor der Rente genutzt werden können, während Spar- und Investmentfondsverträge bzw. Lebensversicherungen bis zur Pensionierung nicht verwendet werden bzw. nur mit finanziellen Einbußen.